Sie haben mit viel Aufwand ein Musikstück heruntergeladen oder ein besonders lustiges Video vom Nachbarn überlassen bekommen. Aber was ist? "Nix geht." Ihr PC will die Datei einfach nicht abspielen. Oder Sie sehen vielleicht nur den Film, haben aber keinen Ton.
Was läuft da falsch?
Zunächst dies:
Der "Alleskönner" Windows kann manchmal weniger als man zunächst geglaubt hat. Diese Feststellung gilt auch für Audio- und Videodateien. Zum Beispiel: MP3, DivX, MPEG2, WMV, AC3 usw. - all diese Kürzel stehen für ein Audio- oder Videoformat. Windows kann von den genannten fünf Formaten standardmäßig aber nur zwei abspielen: WMV und MP3. Um ganz genau zu sein: Auch bei WMV-Dateien kann es Probleme geben, denn hier gibt es mehrere Versionen. Wurden beispielsweise unter Windows 98 nicht die aktuellen Windows Media-Codecs oder die aktuelle Version des Windows Media Players installiert, können Audio-/Videodateien in dem aktuellen Format nicht genutzt werden.
Es geht mithin kein Weg daran vorbei: Um alle Formate, die Windows nicht standardmäßig beherrscht, abspielen zu können, muss zusätzliche Software installiert werden und zwar ein Decoder. Solche Decoder werden heutzutage im Allgemeinen im Format eines Codecs (Compressor/Decompressor) auf den PC gebracht. Der Codec übernimmt die Aufgabe, die Video- bzw. Audiodateien in das benötigte Format umzuwandeln. Gleichzeitig decodiert er die Daten aber auch wieder für die Bildschirmausgabe.
Um herauszufinden, um was für eine Videodatei es sich jeweils handelt, genügt oft ein Blick auf die Dateiendung. Häufig können Sie auf diese Weise schnell erkennen, welchen Player bzw. welchen Codec/Decoder Sie benötigen. Dateien, die beispielsweise auf "mov" enden, werden mit dem "Apple-Quicktime Player" wiedergegeben; "wmv", "wma" und "asf" lassen sich mit dem Windows Media Player abspielen.
Bei AVI-Videos ist die Sache nicht so einfach, denn hier erkennt man den verwendeten Codec nicht an der Endung. AVI (Audio Video Interleave) ist ein Dateiformat, das als Container dient. Dieser Container enthält eine Videospur und eine oder mehrere Audiospuren. Man kann ihm also nicht gleich ansehen, was in ihm steckt. Erst der Blick ins Innere verrät, welcher Codec für die Kompression der Video- und Audiospur eingesetzt wurde. Um die bei einem AVI-Video verwendeten Kompressionsverfahren herauszubekommen, benötigen Sie das kostenlose Tool "Videoinspector". Sie finden es unter
www.kcsoftwares.com.
So viel in der gebotenen Kürze an dieser Stelle. Wie Sie AVI-Videos selbst reparieren oder Probleme mit DVDs und MPEG2 lösen, sind im Einzelfall zu klären.
Gruss
Agentin